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Freiwillige Feuerwehr Scheideldorf

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Zum Ort Scheideldorf

Der Ort Scheideldorf wurde im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Es handelte sich dabei um ein Schreiben des Bistums Passau an die Pfarre Allentsteig. Das Gebiet von Scheideldorf unterstand zur damaligen Zeit dem Bistum Passau und in weiterer Folge der Kirche von Allentsteig.
 
Um 1290 gehörte der Ort Scheideldorf zum Pfarrvikariat „Hasilbach“ (Großhaselbach). 1302 war der Ort Scheideldorf der Herrschaft Schwarzenau unterstellt, wo das Geschlecht der „Streun“ ansässig war. Im Jahre 1427 kam es durch die Hussitenkriege zu verheerenden Plünderungen und Verwüstungen, welche möglicherweise zu einem Neubau des Ortes an heutiger Stelle geführt haben.
 
In dieser bewegten Zeit kam es zu einem häufigen Wechsel der Grundherrschaft, so scheinen unter anderem das Stift Altenburg, sowie die Herrschaft von Gars und die Herrschaft von Raabs an der Thaya als Besitzer von Scheideldorf auf. 1530 wurde Scheideldorf neuerlich an die Herrschaft von Schwarzenau verkauft, somit war die Geschichte von Scheideldorf für die nächsten 100 Jahre eng mit der Geschichte des Schlosses Schwarzenau verbunden.
 
Im Jahre 1567 schien anstelle der ursprünglichen Ortsbezeichnung „Minnenpach“ erstmals der heutige Ortsname Scheideldorf in der damaligen Schreibweise „Scheitzlendorf“ auf.
 
Während der Bauernkriege erhoben sich die Bauern von Scheideldorf, Stögersbach, Großhaselbach und Bernschlag gegen ihren damaligen Grundherrn „Gabriel Streun zu Hirschbach“. Nach der blutigen Niederschlagung der Bauernaufstände im Waldviertel kam es während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) zu Truppeneinquartierungen durch kaiserliche und später durch schwedische Truppen. Diese Einquartierungen hatten die neuerliche Zerstörung von Scheideldorf zur Folge. 1636 verkaufte „Hans Georg von Streun“ die Schwarzenauer Herrschaft samt Scheideldorf an „Ulrici von Genghofen“.
 
Von 1664 bis 1680 gehörte die Herrschaft Schwarzenau und damit auch der Ort Scheideldorf dem Grundherrn „Georg Friedrich von Lindenspier“, welcher Gesandter des Kurfürsten am Wiener Hof war.
 
Während der Napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts litt die Region um Scheideldorf große Not, so wurde 1809 der Ort Scheideldorf durch französische und württembergische Truppen stark in Mitleidenschaft gezogen.
 
 
Nach der Bauernbefreiung 1848 bestand für Scheideldorf keine direkte Abhängigkeit von der Grundherrschaft mehr, somit ist Scheideldorf seit 1850 eine unabhängige und freie Ortsgemeinde. Das neu geschaffene Gemeindegebiet umfasste neben Scheideldorf die Orte Weinpolz und Georgenberg und wurde dem Bezirksgericht Allentsteig (niedere Gerichtsbarkeit) und der Verwaltung der Bezirkshauptmannschaft Zwettl unterstellt.
Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 kam es in Scheideldorf zur Einquartierung von preußischen Truppen, wodurch die Cholera in den Ort eingeschleppt wurde. Laut Pfarrchronik erlagen viele preußische Soldaten und 24 Dorfbewohner der Seuche.
 
 
Von 2. bis 7. September 1891 wurde das Kaisermanöver von Kaiser Franz Joseph I. zum Teil auch auf dem Gebiete von Scheideldorf abgehalten.
Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 kostete den Kameraden Johann Etzler, Anton Hirtl, August Redl und Johann Silberbauer das Leben.
Im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945 verloren folgende Personen aus Scheideldorf das Leben:
Adolf Auska, Willibald Bittermann, Hugo Föls, Franz Garschall, Karl Garschall, Anton Hartner, Josef Pigl, Maria Pigl, Josef Poschenreithner, Anton Reif, Franz Richter, Franz Siebenhandl, Johann Siebenhandl, Ludwig Trochlil, Augustin Watzl und Karl Lukas.
 
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kam es auch in Scheideldorf zu brutalen Übergriffen durch die sowjetischen Besatzer, wobei acht deutsche Soldaten, zwei Gäste aus Wien und zwei Männer aus Scheideldorf erschossen wurden.
 
 
Seit dem Ende der Besatzungszeit (1955) haben sich die wirtschaftliche Situation und der Lebensstandard bis zur Gegenwart ständig verbessert.
 
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