Am Gelände der Firma Pollak wurde als Übungsszenarion ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und Leck in einem Tankwagen nachgestellt. Die beginnende Dunkelheit stellte dabei eine zusätzliche Herausforderung für die Einsatzkräfte dar.
Mit B-Schläuchen wurde die Begrenzung einer Landstraße dargestellt, auf der ein PKW im Bereich zwischen Zugfahrzeug und Anhänger mit einem Dieseltransport kollidierte. Der Einsatzleiter OBI Hermann Kampf befahl nach der Lageerkundung die entsprechenden Absicherungsmaßnahmen und eine Totalsperre der Fahrbahn, da dies für die Sicherheit der Einsatzkräfte unbedingt erforderlich war.

Mit Feuerlöschern und UHPS wurde der Brandschutz hergestellt und danach die Arbeiten mit hydraulischem Rettungsgerät begonnen. Die eingeklemmte Person konnte rasch befreit werden und wurde mit der Bahre aus dem Gefahrenbereich geschafft.

Während eine Gruppe mit der Menschenrettung beschäftigt war, traf ein zusätzlicher Trupp erste Maßnahmen beim Tankwagenleck, dass durch einen Kanister mit Lebensmittelfarbe und Infusionsleitung simuliert wurde. Da für einen solchen Schadstoff-Einsatz zusätzliches Gerät notwendig gewesen wäre, blieb nichts anderes übrig, als für die Erstmaßnahmen zu improvisieren. Mit einem B-Schlauch mit gummierter Oberfläche, einer Hartholz-Unterlage und einem Ratschen-Gurt konnte das Leck professorisch geschlossen und schlimmerer Umweltschaden verhindert werden.

Nach Abarbeiten der eigentlichen Übungsaufgabe und einer kurzen Übungsbesprechung wurde das Fahrzeug ausgiebig zum Üben mit Spreizer, Schere und Stempel verwendet, sodass alle anwesenden Feuerwehrkameraden, den Umgang mit dem hydraulischen Gerät üben konnten.
Etwas vor 20:00 Uhr nach beinahe 2 Stunden Übung wurde das Unfallfahrzeug mit der Abschlepp-Achse abtransportiert und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.