Die diesjährige Unterabschnittsübung des Unterabschnitts 2 wurde in Göpfritz abgehalten.

 

Abschnittssachbearbeiter für Atemschutz Ronald Kuschal hatte die Idee, die derzeit laufenden Umbauarbeiten im Gemeindeamt für ein Übungsszenario heranzuziehen. Nach entsprechender Planung mit seinen Kameraden wurde am Samstag um 17:00 Uhr zum Brandeinsatz der Alarmstufe B2 alarmiert. Gemäß Alarmplan wurden die Wehren Göpfritz und Merkenbrechts alarmiert und fanden folgende Übungsannahme vor:

Bei Flämmarbeiten im Erdgeschoss entzündete sich Baumaterial und durch die Rauchentwicklung fanden die 2 Bauarbeiter nicht mehr den Ausweg und galten als vermisst. Des weiteren war das Stiegenhaus verraucht, so dass eine Büroangestellte im Obergeschoss eingeschlossen war. Aufgrund der umfangreichen Schadenslage wurden die anderen Feuerwehren des Unterabschnitts Scheideldorf und Weinpolz zu Verstärkung alarmiert alarmiert.

 

Die FF Göpfritz, welche als erste am Einsatzort eintraf, begann nach dem Erkunden der Lage mit der Suchen nach den Verletzten. Da die angenommen Rauchentwicklung den Zugang von der Bundesstraße ausschloss, entschied Einsatzleiter OBI Robert Mader von der Schlossgasse über den Innenhof vorzugehen. Ebenso wurden Einsatzleitstelle und Atemschutz-Sammelplatz eingerichtet, sowie die Wasserversorgung für das Rüstlöschfahrzeug sichergestellt.

 

Die FF Merkenbrechts sicherte die Unfallstelle ab und stellte eine Zubringleitung vom Hydranten beim Feuerwehrhaus her. Ebenso wurde ein Atemschutztrupp für die Menschenrettung für die Suche nach den Vermissten abgestellt.

Als nächstes kam die nachalarmierte FF Scheideldorf am Einsatzort an, welche die Brandausbreitung im Innenhof verhindern sollte. Die kurz darauf eintreffende Wehr aus Weinpolz erhielt als Aufgabe die Ausbreitung auf der Vorderseite des Gebäudes zu verhindern. Auch hier musste jeweils ein Atemschutztrupp abgestellt werden.

 

Der Trupp der FF Weinpolz wurde vom Atemschutzsammelplatz zur Menschenrettung in den Innenhof geschickt.

Die Scheideldorfer Kameraden mussten vor dem Ausrüsten noch die eingeschlossene Büroangestellte mittels Leiter aus dem ersten Stock retten. Danach galt es, einen "verletzten" Weinpolzer Kameraden aus dem verrauchten Erdgeschoss zu retten. Die Übungsannahme war wir ein gebrochenes Bein. Aufgrund des Atemschutzgeräte konnte er aber nicht liegend mit dem Tragetuch hinaustransportiert werden und deshalb musste man das Tragetuch halb zusammenlegt, um ihn sitzend aus dem Gefahrenbereich schaffen zu können.

 

Dies war die letzte Aufgabe die es zu meistern gab und kurz darauf ließ Unterabschnittskommandant HBI Hermann Kampf zur Abschlussbesprechung antreten.

ABI Christian Hübl und LM Ronny Kuschal erläuterten nochmal kurz das Einsatzszenario. Die Übungsbeobachter BR Sigi Ganser, BSB Wolfgang Steflicek und BM Markus Taxpointner lobten den reibungslosen Ablauf, das vorbildhafte Vorgehen der Einsatzkräfte und die gute Zusammenarbeit der Wehren. Speziell hervorgehoben wurden die Atemschutztrupps, die sehr gut ausgerüstet waren und mit Bedacht auf Sicherheit vorgingen.

 

Abschließend bedankte sich der Hausherr Bürgermeister Franz Gressl bei den 57 Feuerwehrkameraden, die sich Zeit genommen hatten an der Übung teilzunehmen und immer wieder für den Dienst an der Allgemeinheit tätig sind.

 

Nach dem Versorgen der Gerätschaften gab es im Göpfritzer Feuerwehrhaus noch eine kleine Stärkung, ehe jede Wehr wieder einrückte und die Einsatzbereitschaft herstellte.