Freitags um 19:00 Uhr trafen sich die Wehren des Unterabschnitts 2 und 3 in Göpfritz zu einer gemeinsamen Unterabschnittsübung. Alle 8 Wehre der Marktgemeinde waren mit insgesamt 84 Mann ausgerückt.
Um mit den neuen digitalen Funkgeräten vertraut zu werden, wurde der Funkverkehr komplett über das neue Netz abgewickelt, was tadellos funktionierte. Die Übung wurde im Stationsbetrieb abgehalten, sodass jeder Feuerwehrmann entsprechend gefordert war.
Zur Station Atemschutz musste jede Wehr einen Trupp abstellen.
Ein Schwerpunkt der Übung war die sogenannte Tauchtechnik, die es einem Trupp ermöglicht, große leere Räume systematisch nach Verletzten abzusuchen. Nach einer kurzen Theorie-Einschulung erfolgte eine praktische Übung in einer Halle der Firma Orfandl.
Zweiter Schwerpunkt dieser Station war das Vertrautmachen mit der Wärmebildkamera, die ab jetzt für den Abschnitt Allentsteig in Echsenbach stationiert ist. Abschnittssachbearbeiter ASB Alois Schneider erklärte die Funktionsweise und Handhabung des Geräts jedem Trupp, der das Erlernte dann an seine Kameraden weitergeben sollte.
Zweite Station war ein technischer Einsatz, der eine Kollision zwischen 2 PKW und einem Gabelstapler mit insagesamt 4 eingeklemmten Personen wiederspiegelte. Diese Station war Einsatzort der Freiwilligen Feuerwehr Scheideldorf, die noch Unterstützung von 3 Göpfritzer Kameraden bekam.
Nach Absichern der Einsatzstelle, Ausleuchten mittels Lichtmasten und Aufbau des Brandschutzes wurde mit hydraulischem Rettungsgerät vorgegangen. Einsatzleiter OBI Hermann Kampf erkundete die Lage und instruierte Scheideldorfer und Göpfritzer Feuerwehrmänner, die gemeinsam mit der Befreiung der Insaßen im weißen PKW begannen. Unterstützt durch 2 Mitarbeiter vom Roten Kreuz Allentsteig wurde alle Verletzten befreit und auf einer Vakuummatratze entsprechend versorgt. Mit realitätsnah geschminkten Verletzungen und gelegentlichen Schmerzschreien, ergab sich für die Einsatzkräfte eine zusätzliche Anspannung.
Übungsbeobacher HBM Thomas Weidenauer war sehr zufrieden mit den Rettungsarbeiten und die beiden Wehren mit hydraulischen Rettungsgerät im Göpfritzer Gemeindegebiet zeigten, dass sie gemeinsam auch größere Unfälle bewältigen können.
Bei den anderen 3 Stationen gab es folgende Aufgabenstellungen:
- Absichern einer Unfallstelle
- Abseilen mit den der Feuerwehr zu Verfügung stehenden Mitteln (Arbeitsleine, Feuerwehrgurt)
- Löschangriff über eine Leiter
Aus den Wehren Almosen, Breitenfeld, Kirchberg, Merkenbrechts, Schönfeld und Weinpolz wurden jeweils Paare aus 2 Ortschaften gebildet, die 1 Station gemeinsam zu absolvieren hatten. Nach ca. einer halben Stunde wurde gewechselt und die nächste Station beübt.
Gegen 22:00 Uhr waren alle Atemschutztrupps geschult, die Unfallstelle beseitigt und die Stationen absolviert.
Zur Übungsbesprechung wurde vor dem Göpfritzer Feuerwehrhaus angetreten. ABI Sigi Ganser und die Übungsbeobachter gaben kurzes Feedback zu den Sationen und bedankten sich für die zahlreiche Teilnahme. Bürgermeister Erich Mautner dankte den Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und freute sich über die gut ausgebildeten Kameraden in der Marktgemeinde Göpfritz.
Die FF Göpfritz lud alle Übungsteilnehmer zu einer kleinen Stärkung, ehe wieder eingerückt und die Einsatzbereitschaft hergestellt wurde.
Herzlichen Dank auch an OBI Christian Hübl, der einige Stationsfotos zu Verfügung gestellt hat.