Um etwas Abwechslung in die Wettkampfsaison zu bringen entschloss sich die Wettkampfgruppe Scheideldorf an den Landesbewerben in Lana, Meran, Südtirol teilzunehmen.
Bereits vor 18 Jahren war einmal eine Abordung der FF Scheideldorf in Südtirol angetreten und ein Paar Mitglieder von damals waren auch dieses Jahr nochmal dabei. Die mittlerweile europaweiter Vereinheitlichung der Bewerbsbestimmungen machte es diesmal noch viel einfacher.
Die Qualifikationskriterien (3 Jahre hintereinander 360 oder mehr Punkte bei den NÖ Landesbewerben) waren kein Problem, so dass man über Abschnitts- und Bezirkskommando um die Teilnahme ansuchen konnte.
Die formalen Hürden waren gemeistert, Gepäck und Ausrüstung gepackt und so machten sich am Donnerstag die ersten 6 Kameraden auf nach Südtirol. Die restlichen Wettkampfgruppenmitglieder folgten erst Samstag Früh.
Nach gut 8 Stunden Fahrt, bei der man auch gemäß dem Motto "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" hilfsbereit war und von der Raststation Mondsee einen Ladung Salat zur nächsten Raststation transportierte, erreichte man die Stadt Lana, welche ca. 20km nördlich von Bozen liegt.
Ein gemütlicher Abend bei mediterranen Flair ließ die Strapazen der Anreise vergessen und ausgeschlafen konnte man in den nächsten Tag starten. Man wollte die Gegend etwas erkunden und so entschloss man sie in die Dolomiten zu fahren. Eine Serpentine nach der anderen führte immer weiter nach oben zu einer Liftstation. Nach einer kleinen Liftfahrt befand man sich auf 2350 Meter Seehöhe und hatte einen herrlichen Blick über die Landschaft.
Am Abend nutzte man die Möglichkeit ausgiebig die Italienische Küche zu verkosten. Da Lokale um 23:00 Uhr schließen, war man am nächsten Tag fit für den Bewerb.
Die 3 fehlenden Kameraden waren während der Nacht angereist, so dass man am Morgen gleich an den Start gehen konnte.
Auch in Anbetracht der Tatsache, dass der Bewerb nur ca. ein Drittel des NÖ Landesbewerbs groß ist, war alles hervorragend organisiert. Schnelle, unbürokratische Passkontrolle, freundlicher Umgang und komplett gleiche, gute Bewerbsgeräte. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass die C-Schläuche einen anderen Aufbau als unserer haben dürften, denn ein gerollter C-Schlauch aus Südtirol ist mindestens ein Drittel kleiner und leichter als ein bei uns gebräuchlicher Angriffs-Schlauch.
In Bronze A konnte man mit einer Angriffzeit von 37,63 und einer Staffellaufzeit von 55,07 Sekunden trotz 5 Fehlerpunkten aufgrund eine unvollständigen Druckschlauchs den 21. Platz in der Gästewertung erringen. In Anbetracht der Tatsache, dass über 120 Gruppen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg am Start waren, ein gutes Ergebnis.
In Silber A wurden folgende Positionen gezogen:
| GK Manfred Rabl | |
| MA Roland Kaburek | ME René Hartner |
| ATF Christoph Hartner | ATM Mathias Etzler |
| WTF Kohl Harald | WTM Hermann Kampf |
| STF Klaus Kaburek | STM Jürgen Kaburek |
Mit einer fehlerfreien Zeit von 47,42 beim Angriff und 54,85 Sekunden beim Staffellauf konnte man den 16. Rang in der Gästewertung erringen.
Durch beide Platzierungen war man sowohl in Bronze A als auch in Silber A die beste Waldviertler Gruppe. Da man bereits um die Mittagszeit mit beiden Durchgängen fertig war, teilte sich die Gruppe für verschiedene Unternehmungen am Nachmittag. Je nachdem standen, Sight-Seeing, Entspannen im Quartier oder am Festgelände oder ein Besuch des nahen Freibades am Programm.
Am Abend traf man sich wieder beim Riesen-Festzelt in dem ca. 200 Heurigen-Garnituren auf die Massen warteten.
Sonntag nach einer schönen, kurzen Siegerehrung trat man die Heimreise an und traf gegen 21:00 Uhr in Scheideldorf ein.
Die beiden Einsätze (siehe separate Berichte) zu denen Donnerstag und Freitag alarmiert wurde, konnten zum Glück ja von den zu Hause gebliebenen Kameraden gemeistert werden, so dass man einen Wettkampf auch in einer anderen Region gelegentlich einmal besuchen kann.
Vollständige Ergebnisliste (PDF)
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