Wie üblich stand am 4. Bewerbswochenende der 4. Abschnittsbewerb und der Bezirksbewerb am Programm. Austragenden Feuerwehr war die FF Friedersbach.

Bei sommerlichen Temperaturen fanden die Bewerbsteilnehmer gute Bedinungen vor, so dass einem fairen Wettkampf nichts mehr im Weg stand.

 

Die FF Scheideldorf machte sich mit leicht veränderter Besetzung nach Friedersbach auf, um nach Möglichkeit den Vorjahreserfolg (1. Platz Bronze A, 2. Platz Silber A) zu wiederholen.

Da ein Kamerad nächste Woche beim Landesbewerb beruflich verhindert ist, wollte man auch beim Bezirksbewerb mit der Formation antreten, die in Leopoldsdorf an den Start geht. Angriffstruppführer, Wassertruppführer und Melder tauschten ihre Positionen, sodass sich die Gruppe in Bronze A folgendermaßen zusammensetzte:

 

GK Harald Kohl  
MA René Hartner ME Stefan Kampf
ATF Andreas Stocklasser ATM Simon Lindtner
WTF Reinhard Binder WTM Christoph Hartner
STF Jürgen Kaburek STM Michael Hochleitner

 

Man ging auf der Bahn A bei Hauptbewerter EBI Josef Bauer an den Start und konnte eine Zeit von 34,7 erreichen. Zufrieden mit der schnellsten Angriffszeit, die man im heurigen Jahr bisher auf einem Bewerb gelaufen war ging man zum Staffellauf. Hier galt es, alles zu geben, da die gewohnten Konkurrenten zweifelsohne die geschaffte Angriffszeit erreichen, oder sogar unterbieten könnten. Mit einer Staffellaufzeit von 51,80 Sekunden konnte man aber zufrieden sein.

 

Mannshalm konnte die Angriffzeit zwar unterbieten, verlor aber 3,5 Sekunden am Staffellauf. Moniholz blieb von der Angriffszeit knapp zurück und musste auch einen Fehler hinnehmen, sodass die Bewerbsgruppe Scheideldorf den 1. Platz in Bronze A erfolgreich verteidigen konnte.

 

Da die beiden oben genannten Gruppen aber erst etwas später liefen, mussten die Scheideldorfer zuerst noch in Silber antreten, bevor sich die Platzverteilung aufklärte.

 

Auch in Silber A wollte man wieder eine gute Leistung bringen und nach Möglichkeit die Bewerbsgruppe aus Groß Gerungs, die beim Heimbewerb 2012 den Scheideldorfern noch kurz vor Schluss den 1. Platz weg geschnappt hatte, hinter sich lassen. Auch Langschlag und natürlich auch Moniholz waren nicht zu unterschätzen.

In Silber wurden folgende Positionen gezogen und man trat auf Bahn C bei Hauptbewerter ABI Josef Schübl an:

GK Michael Hochleitner  
MA Reinhard Bnder ME Harald Kohl
ATF Jürgen Kaburek ATM Rene Hartner
WTF Simon Lindtner WTM Stefan Kampf
STF Christoph Hartner STM Andreas Stocklasser

 

Wieder konnte man eine fehlerfrei Leistung bringen und auch hier war die Zeit auf der Anzeige die schnellste Silber-Zeit, welche die Bewerbsgruppe im heurigen Jahr auf einem Bewerb gelaufen war: 37,8 Sekunden

 

Mit dem Wissen, dass diese Zeit nur schwer zu unterbieten sein wird und vor allem ein kleiner Puffer beim Staffellauf zu den anderen Gruppen vorhanden war, war man während des Bewerbs eher sicher den Silbernen Wanderpreis zu erobern, als den Bronze Florian zu verteidigen.

Bei Staffellauf hatte man diesmal die Gruppe aus Gerotten als Gegner, welche ebenfalls sehr schnell am Staffellauf ist. Mit dieser zusätzlichen Motivation konnte man am Staffellauf nochmal etwas zulegen und trotz der zufälligen Mannschaftszusammenstellung die Zeit auf 51,7 Sekunden verbessern. Wie bereits in der Vorwoche hatte man die beiden schnellsten Zeiten beim Staffellauf errungen.

 

Auch die FF Gerotten zeigte sich als würdiger Staffellaufgegner und war 52,9 diesmal knapper an Scheideldorf dran als in Bronze. Hier zeigt sich wieder einmal, dass auch der Gegner eine nicht zu unterscheidende Rolle beim Staffellauf spielt.

 

Da mittlerweile die schnellsten Gruppen ihre Löschangriffe absolviert hatten, konnte man sich langsam mit dem Gedanken spielen, dass man beide 1. Plätze und die Wanderpreise erkämpft hat. Auch die ersten Gratulanten stellten sich ein, obwohl es noch einige Zeit bis zur Siegerehrung war.

 

Da der am Abend einsetzende Regen nicht zu lange dauerte, konnte die Siegerehrung im Freien durchgeführt werden. Wie bereits vermutet gingen beide 1. Plätze an Scheideldorf.

Bronze A mit 413,46 Punkten vor Mannshalm und Gerotten

Silber A mit 410,46 Punkten vor Moniholz und Groß Gerungs 1

 

Im Rahmen der Siegerehrung wurde auch Bewerbsleiter EHBI Enst Göth geehrt, der in Friedersbach seinen letzten Bewerb leitete, da er mit dem heurigen Jahr seine Bewerterkarriere beendet. Er war Jahrzehnte im Zwettler Bezirk tätig, 58mal Hauptbewerter oder Bewerbsleiter und von den 34 Bezirksfeuerwehrleistungsbewerben war er bei mehr als der Hälfte Bewerbsleiter! EOBR Gerwalt Brandstötter hätte ihm eine Inventarnummer verpasst, überreichte aber dann stattdessen doch ein Buch über die internationalen Feuerwehrbewerbe.

 

Gerührt fand EHBI Göth noch ein paar dankende Worte, ehe er die Siegerehrung beendete und sich danach noch zu einem Foto mit der Bewerbsgruppe Scheideldorf überreden ließ.

 

 

Gemeinsam feierten die Scheideldorfer bis spät in die Nacht mit den befreundeten Wettkampfgruppen. Alle gratulierten zu den beiden ersten Plätzen und jeder meinte, dass es würdige Sieger gegeben hat.

Einmal mehr zeigte sich, dass die Feuerwehr doch irgendwie eine große Familie ist, denn obwohl es bei Bewerben immer Gewinner und Verlierer geben wird ist doch die Kameradschaft das, worauf es wirklich ankommt. Darauf wies auch Ernst Göth in seiner Ansprache zuvor hin - und obwohl er bei bei internationalen Bewerben und sogar bei der Feuerwehrolympiade dabei war, ist selbst für ihn die Kameradschaft das Wichtigste!

Bei einem Gläschen Wein wurde bis spät in die Nacht hinein noch über die guten alten Zeiten geplaudert. Und auch, als sich zahlreiche Festgäste langsam auf den Heimweg machten, genoss man die gemütliche Atmosphäre und das Beisammensein mit wahren Freunden.