Um der neuen Bronze-Besetzung die Möglichkeit zu geben, mehr Wettkampfpraxis zu sammeln, nutzte man auch den Pfingstsonntag, um an einem Saugerkuppeln teilzunehmen.
Mit folgender Besetzung ging man an den Start:
| GK Simon Lindtner | |
| MA René Hartner | |
| WTF Stefan Kampf | WTM Christoph Hartner |
| STF Jürgen Kaburek | STM Michael Hochleitner |
Anders als beim gestrigen Bewerb in Breitenfeld wurde das Saugschlauch-Masters in Rothweinsdorf als K.O.-Bewerb ausgetragen, was zweifelsohne mehr Spannung bietet und daher auch mehr Publikum anzieht als bei einem „normalen“ Bewerb.
Da insgesamt 41 Gruppen an den Start gingen, aber nur 32 Plätze für den K.O.-Bewerb verfügbar waren, galt es in einem Qualifikationsdurchgang gegen die Uhr sich unter die besten 32 zu platzieren.
Mit einer fehlerfreien Zeit von 22,06 Sekunden konnte die Bewerbsgruppe Scheideldorf den 6. Platz im Qualifikationsdurchgang erreicht und hatte damit den Startplatz im K.O.-Bewerb sicher.
Im ersten K.O.-Durchgang ging es darum, sich für die besten 16 zu qualifizieren. Als Gegner bekam man die Gruppe Gr. Siegharts 2, welche von dem 27. Quali-Rang an den Start ging.
Zur Zeit von 20,67 Sekunden wurden bei den Scheideldorfern noch 10 Fehler addiert, weil der Schlauchtruppmann leider zu Fall kam und somit nicht rechtzeitig beim Kupplungsvorgang an seinem Platz war. Trotzdem konnte man die Gruppe Gr. Siegharts 2 schlagen und sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
Unter den besten 16 belegte man den 13. Platz und rechnete mit einem schnellen Gegner auf Platz 3. Da bei der nächsten Paarung allerdings der zweimalige Sieger Sperkental mit einem offenen Kupplungspaar zwar weiter kam, aber aufgrund der 20 Fehler am letzten Platz gereiht wurde, wollte niemand Durchgangssieger werden und alle nachfolgenden Gruppen taktierten und versuchten, mit einer nicht zu schnellen Zeit zu gewinnen. Dadurch wurde das Ergebnis etwas durcheinander gewürfelt.
Durchgangsschnellster war hier St. Marein, welche vor Sperkental starteten und daher nicht taktieren konnten. Dieser Nachteil wurde gleich wirksam, denn St. Marein hatte - um es vorweg zu nehmen – gegen den „letzten“ Sperkental im nächsten Durchgang keine Chance.
Die Scheideldorfer Gruppe am 13. Platz durfte abermals gegen eine Abordnung von Gr. Siegharts antreten. Diesmal die 1. Gruppe, welche sich auf den 3. Platz gereiht hatte.
Mit einer Zeit von 19,41 Sekunden konnten man unter die besten 8 einziehen und erreichte sogar den 2. Platz.
Im Viertelfinale – dem 3. K.O.-Durchgang bekam man die Gruppe aus Reicherts als Gegner zugeteilt. Mit einer Zeit von 20,34 Sekunden konnte man sich ins Halbfinale kämpfen. Unter den 4 verbleibenden Gruppen wurde man auf den 3. Platz gereiht.
Die Konstellation der Zeiten ergab es, dass man im Halbfinale auf den zweimaligen Sieger Sperkental traf. Da man schon beim Thayatal-Cup gegen diese Gruppe ausgeschieden war und auch beim Saugschlauch-Masters ein paar sehr eindrucksvolle Auftritte der Kremser Mannschaft gesehen hatte, war man nicht gerade optimistisch als über die Lautsprecher-Anlage der Angriffsbefehl erklang.
Da man nichts zu verlieren hatte ging mal volles Risiko und konnte eine Zeit von 18,44 Sekunden erreichen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen stoppte Sperkental die elektronische Zeitnehmung nach 18,76 Sekunden. Da beide Gruppen fehlerfrei bewertet wurden, konnte die Scheideldorfer Bewerbsgruppe dieses Duell für sich entscheiden und sich für das Ausscheiden beim Thayatal-Cup revanchieren.
Mit der Durchgangsbestzeit konnte man ins Finale einziehen, bei dem man auf die Gruppe aus Merkenbrechts traf. Quasi ein Gemeinde-internes Duell, da beide Wehren aus dem Unterabschnitt Göpfritz 1 kommen, was auch Abschnittskommandant BR Sigi Ganser, der als Hauptbewerter in Rothweinsdorf war, mit Stolz erfüllte.
Nach dem kleinen Finale, bei dem sich im Kampf um Platz 3 die Gruppe aus Neukirchen an der Wild gegen Sperkental durchsetzte, kam es zum Showdown.
Das Finale, welches den 5. K.O.-Durchgang und wenn man den Qualifikationsdurchgang berücksichtigt sogar das 6. Antreten an diesem Tag darstellt, stieg die Spannung ins Unermessliche.
Alle Gruppenmitglieder wurden einzeln aufgerufen und marschierten mit Applaus des Publikums auf die Bewerbsbahnen.
Die Floriani-Jünger aus Scheideldorf erreichten eine Zeit von 19,27 Sekunden, mussten sich aber aufgrund der 18,00 Sekunden der Merkenbrechtser geschlagen geben.
Trotzdem freute man sich sehr über den 2. Platz in der Gesamtrang und der insgesamt 4.-schnellsten Zeit in der Gästewertung und auch über die beiden Pokale, die für die beiden Erfolge verliehen wurden.
Mit positiven Blick in Richtung Zukunft und mögliche, zukünftige Erfolge der neuen Gruppe, die sich um Gruppenkommandant OFM Christoph Hartner formiert hat, feierte man noch einige Stunden am Fest in Rothweinsdorf, ehe man die Heimreise antrat, um für die Bewerbsübung für Montagvormittag fit zu sein.